Der Turm PDF Drucken E-Mail
John Ronald Reuel Tolkien

Ein Mann erbte ein Stück Land, auf dem ein Haufen alter Steine lag, Reste eines alten Bauwerks. Von diesen Steinen waren manche schon zum Bau des neuen Hauses verwendet worden, in dem der Mann nun wohnte, unweit des alten Hauses seiner Vorfahren. Von den übrigen nahm er ein Teil und baute daraus einen Turm.

Als aber seine Freunde kamen, bemerkten sie sogleich und ohne sich zuerst die Stufen des Turmes hinauf zu bemühen, dass diese Steine früher zu einem älteren Bauwerk gehört hatten. Darum rissen sie, die Plackerei nicht scheuend, den Turm wieder ein, um nach versteckten Meißelarbeiten und Inschriften zu suchen oder um zu sehen, wo die frühesten Vorfahren des Mannes ihr Baumaterial herbekommen hätten.

Manche, die unter dem Turm ein Kohlelager vermuteten, begannen den Boden aufzugraben, und dachten überhaupt nicht mehr an die Steine.

Alle sagten sie: "Dieser Turm ist ja sehr interessant." Aber dann sagten sie auch (nachdem sie ihn eingerissen hatten): "Wie verwahrlost er ist!"

Und sogar die Nachkommen des Mannes, von denen man hätte erwarten können, dass sie berücksichtigten, was er vorgehabt hatte, hörte man murmeln: "So ein verrückter alter Knabe! Stellt euch vor, da nimmt er diese alten Steine, um so einen unsinnigen Turm zu bauen! Er hatte keinen Geschmack."

Von der Spitze des Turmes aber hatte der Mann aufs Meer hinaussehen können.